Taiji Qigong Shibashi
Schule Rolf Oepen

Was ist Qigong?

Den Begriff "Qigong" gibt es erst seit ein paar Jahrzehnten, die Tradition der Übungen reicht jedoch zweitausend Jahre nach China zurück. Sehr bekannt sind die 8 Brokate. Sie dienten von je her der körperlichen und geistig-seelischen Gesundheit. Übersetzt wird Qigong auf unterschiedliche Weise. "Die Pflege des Qi", "Arbeit mit dem Qi" oder die "Fertigkeit, Energie aufzunehmen". Energie, die entlang der Meridiane im Körper fließt. Wobei "Qi" oft mit Lebensenergie übersetzt wird. Vielen ist dies jedoch zu oberflächlich, denn Qi ist die Energie, die alles und jeden umgibt. Letzen Endes ist allen gleich, dass es der Kultivierung von Körper und Geist dient und die Selbstheilungskräfte weckt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Entspannung. All dies geschieht mittels Bewegungs-, Atem- und Meditationsübungen. Ziel ist es, den Qi-Fluss im Körper zu aktivieren und zu regulieren. Fühlen wir uns unwohl oder krank, dann ist der Qi-Fluss gestört, dann sind Yin und Yang nicht mehr in Balance.


Die drei Säulen: Körper, Atmung und Geist

Die Geschmeidigkeit des Körpers

ist wesentliche Voraussetzung, dass das Qi ungehindert hindurchfließen kann. Es geht bei den Übungen somit auch darum, die Spannung aus dem Körper zu nehmen, ihn neu auszurichten. Dabei ist es wesentlich, dass die Qigong Übungen mit der richtigen Körperhaltung durchgeführt werden. Aufrecht, zentriert und genau sollen sie ausgeführt werden. Eine gute Balance ist Basis vieler Übungen und wird durch diese trainiert.

Grundlage ist ein stabiler und zentriert Stand. Das heißt aber nicht, dass man angespannt "bis in die Haarspitzen" steht, sondern enspannt und gut verwurzelt, wie ein stabiler Baum, der seinen festen Halt im Boden hat, dabei aber in den Ästen und Wipfeln beweglich und geschmeidig bleibt. Nur allzu oft hören die Übenden im Unterricht "Lasst die Schultern sinken", "die Ellbogen bleiben entspannt".

Durch das Aufrichten der Wirbelsäule erhalten beispielsweise die Gliedmaßen den Freiraum, den sie bei den Übungen brauchen. Auch die inneren Organe haben mehr Spielraum, dadurch kann das Qi besser fließen und reguliert werden.

Ein wesentlicher Baustein ist, dass alles mit allem verbunden ist. Keine Bewegung wird separat und nur für sich z.B. von den Armen ausgeführt. Wie Yin ung Yang untrennbar verbunden sind, so sind auch die beiden Körperhälften verknüpft und begen sich in Harmonie, gesteuert durch die Bewegungen aus der Körpermitte, im Beckenbereich. Hier beginnen die Bewegungsimpulse, die sich z.B. über Arme und Beine fortpflanzen.

Dies wird durch Atemtechniken

unterstützt. Sie helfen das Qi aufzunehmen und durch den Körper zu leiten. Ebenso unterstützte die Atmung die Bewegungen. Ein wunderbares Gefühl, wenn Körper und Atmen zusammen "fließen".

Die Regulaton des Geistes

erfolgt z.B. durch die Vorstellungskraft, mit der man sich zu einzelnen Punkten im Körper auf die Reise begibt.

Vielfalt des Qigong

Es gibt unzählige Arten von Qigong. Es gibt Qigong-Arten im im Gehen, im Stehen, Liegen oder Sitzen. Es gibt das "stille Qigong" und das bewegungsbetonte, hartes und weiches Qigong. Die Übungen sind in den Philosophien des Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus zu finden, welches stärker medizinisch orientiert war. Je nach Herkunft hatte es somit unterschiedliche Ziele. All die Formen zu beschreiben und auszuführen würde den Rahmen dieser Seite sprengen.


 
 
 
 
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