Taiji Qigong Shibashi
Schule Rolf Oepen

Qigong und Tai Chi Chuan - was ist der Unterschied?

Manche be­trach­ten Tai Chi Chuan als Son­der­form des Qi Gong, für an­dere ist es ein eigen­ständiges Bewe­gungs­sys­tem.

Ich habe auch schon gehört "Tai Chi ist Qigong in Bewegung". Wobei Qigong ebenfalls Bewegungsabläufe sind. Im Tai Chi folgen diese Bewegungen beim "Laufen der Form" jedoch  einer Choreographie, in der verschiedene Bewegungen und auch Richtungswechsel aufeinander folgen. Beim Qigong sieht man häufig eine Bewegung, die z.B. auf der Stelle stehend mehrmals wiederholt wird bevor die nächste Bewegung mit mehreren gleichen Wiederholungen ausgeführt wird. So viel zu den Äußerlichkeiten.

Tai Chi Chuan und Qigong haben sicherlich die Arbeit mit Qi gemeinsam, sowie die gesundheits-förderlichen und beruhigenden Aspekte. Viele Prinzipien in beiden Systemen sind ähnlich, so zum Beispiel die Grundlagen der Arbeit mit Yin und Yang. Nicht umsonst bekam ich von Master Ding auf die Frage, wie weit mein Tai Chi sei, die Antwort: "More Qigong!" (Ich glaube ja, das hat er allen Schülern empfohlen :)).

Ursprünglich ist Tai Chi eine Kampfkunst für den bewaffneten oder unbewaffneten Nahkampf. Das wird auch durch die vielen Tai Chi -Formen mit Säbel, Breitschwert oder Speer deutlich. Vor allem in jüngerer Zeit wird es häufig als allgemeines System der Bewegungslehre betrachtet, das einerseits der Gesundheit sehr förderlich sein soll, andererseits der Persönlichkeitsentwicklung dienen kann.

Tai Chi ist also vom Ursprung deutlich kämpferisch ausgerichtet, was auch heute noch in den sogenannten Anwendungen zu Angriff und Verteidigung zum Ausdruck kommt. Qigong dient hingegen in erster Linie dazu, die Energie für sich selbst und für einen gesunden Körper zu nutzen. Beide verbinden jedoch ähnliche Prinzipien.


 
 
 
 
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